Semantische Anreicherung

Ergänzend zur digitalen Erfassung von kulturellen Artefakten in 3D wird im Rahmen von CultLab3D ein Web-basiertes, 3D-zentriertes Annotationssystem für deren Klassifizierung erarbeitet. Durch den Einsatz von semantischen Technologien sollen die Digitalisate über Metadaten zusätzlich an externe Informationsquellen, wie z.B. digitale Bibliotheken oder Informationen aus dem Internet, angebunden werden. Zusätzliches Wissen zum restauratorischen, kultur- und kunsthistorischen Kontext oder gar aus der Provenienzforschung kann auf diese Weise zur Verfügung gestellt werden.

Ziel in diesem Zusammenhang ist es, eine Objekt- und Metadaten Repository-Infrastruktur zu schaffen, mit der Artefakte CIDOC-CRM und CRMdig konform annotiert werden können. Grundlage dafür ist das 3D-Annotationssystem aus dem EU-Projekt 3D-COFORM, das um verschiedene Funktionalitäten erweitert wird. Administrative Anwendungen wie der IVB (Integrated Viewer Browser) aus 3D-COFORM dienen der interaktiven semantischen Anreicherung. Diese, momentan auf C++ basierende Anwendung verfügt über die Möglichkeit, gescannte 3D-Objekte und Fotoaufnahmen von historischen Artefakten in entsprechenden Viewern zu visualisieren und Texte bzw. Metadaten anzuzeigen.

Perspektivisch wird das 3D-Annotationssystem weiter konsolidiert und Web3D-fähig gemacht, damit Museen ihre Daten zentral abspeichern können und vor Ort lediglich über Computer mit Internetzugang verfügen müssen.

Hier schwerpunktmäßig beteiligte Partner:
Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
FZI Forschungszentrum Informatik

Rongorongo Stab, © Fraunhofer IGD lh_presse_cultlab3d_3 (Ausschnitt), CultLab3D in der Liebieghaus Skulpturensammlung. Scan des 'Apoll vom Belvedere' (1497/98) von Antico, Foto: Norbert Miguletz, © Liebieghaus Skulpturensammlung
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